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Hallo Freunde!

Ich bin beim lesen meiner Feeds gerade auf folgenden sehr provokanten Artikel von Robert Basic gestoßen:

Loser networken, Winner bloggen

 

Das ist natürlich eine interessante These, die er da hat. Ich zitiere hier kurz einmal aus seinem Artikel:

Bloggen ist die publizistische Königsdisziplin im Netz. Blogger verdienen Respekt. Und leisten mehr als Social Networker, Twitterer, Digger und StumbleUponer.

Das ist irgendwie schon etwas dick aufgetragen, zumindest meiner Meinung nach! Immerhin bin ich ja auch bei Twitter, Facebook & Co.

Sicher ist es einfacher einen Tweet mit 140 Zeichen bei Twitter los zu lassen oder 400 Zeichen bei Facebook, das kann man mit einem gut recherchierten Artikel auf einem Blog natürlich nicht vergleichen. Andererseits seh ich da aber auch, daß es bedeutend schwerer ist, eben mit den möglichen 140 bzw. 400 Zeichen etwas vernünftiges zu schreiben! Bei Twitter gehen eigentlich nur kurze Schlagzeilen mit Links, da gibt es eigentlich gar keinen Vergleich zu einem Blog! Aber ich habe auch bei Facebook schon sehr interessante Artikel gelesen und das finde ich dann wirklich eine gute Arbeit, die ich so wahrscheinlich gar nicht schaffen würde, da bin dann schon eher ich als Blogger der Loser!

 

Anders sieht es allerdings dann hier aus:

Es ist ein Leichtes, 140 oder 400 Zeichen zu befüllen (Twitter/FB). Es ist ein Leichtes, ein fertiges Paket zu nutzen, um mal hier zu liken, dort zu retweeten und drüber zu plussen. Es ist ein Leichtes, Follow, Circle oder Friend Request anzuklicken, um sich sein Netz zu schaffen. All das hat der Blogger nicht. Weder taucht er in ein fertiges Netzpaket ein, um sich mit Abertausenden einfach so vernetzen zu können, noch bekommt er von Haus aus die Technik und das Layout geliefert.

Da ist schon was wahres dran! Da hat man bei Twitter und vor allem bei Facebook sehr schnell sehr viele Leute, die einem folgen oder so, das habe ich bei mir ja bemerkt. Das ist natürlich etwas, was ein Blogger so nicht wirklich hat… oder etwa doch? Wie war das mit den ganzen Blogverzeichnissen oder auch mit Blogger United? Nun ja. Wirklich mit den großen Netzwerken zu vergleichen ist das nicht, aber eigentlich schon sowas ähnliches.

 

Bei folgendem muß ich Robert natürlich voll und ganz recht geben:

Hinzukommt das Entscheidende: Der Inhalt definiert die Attraktion seines Blogs. Wer er schon einmal geschafft, mehr als 140 Zeichen aus seinem Hirn zu quetschen, was in der Realität zu beobachten ist, es strukturiert und zu Blog bringt, weiß, was das bedeutet. Das ist weder ein Tweetklacks noch ein lasches Facebook-Posting.

Ja, das ist wahr. Ich weiß sehr wohl was es bedeutet, wenn man stundenlang für einen Artikel recherchiert und dann das Ganze zu einem vernünftigen Ergebnis bringen will. Das ist gar nicht so einfach, das ist harte Arbeit und eigentlich schon als Journalismus zu betiteln! Manche lassen sich das auch dementsprechend vergüten.

 

Passend zum Thema habe ich auch noch ein paar andere Artikel gelesen, zu denen ich allerdings nicht mehr viel schreiben muß:

Einmal hätten wir da Jens Stratmann:

Sind Blogger die Gewinner der Web 2.0 Schlacht? Sind Networker die Loser?

 

Dann ist da noch Marc Höttermann, der “Ostwestfale im Rheinland“:

Provokante These: Loser networken, Winner bloggen

 

Der Dritte und Letzte im Bund ist Thomas Pleils:

Von Losern und Winnern

 

 

Drei Dinge sind mir aufgefallen, die von (fast) allen erwähnten Autoren übersehen wurden:

  1. Ein gut geführtes Blog hat auch ein dementsprechend gut geführtes Archiv, aber suche doch bitte mal jemand bei Twitter oder Facebook einen mehrere Jahre alten Artikel! 😯
  2. Jens hat es in seinem Artikel als einziger angedeutet: Man kann über Twitter & Co sein Blog bekannter machen und Besucher anlocken!
  3. Es gibt verschiedene Arten von Bloggern!

Gut, für Punkt 2. gibt es noch mehr Möglichkeiten, meine Artikel werden zum Beispiel auch bei Planet Mozilla (de) automatisch veröffentlicht. Für Punkt 1. sieht es jedoch irgendwie schlecht aus. Oder gibt es da eine Möglichkeit, auf die Schnelle z. B. einen 5 Jahre alten Tweet/Artikel ausfindig zu machen?

Nun zu Punkt 3.: Was meine ich nun damit?

Zum einen gibt es da so Typen wie mich. Ich schreibe hier einfach nur aus dem Grund, weil es mir Spaß macht. Ich verdiene damit nichts und bin auch keinem Zwang unterworfen. Auch bin ich nicht an ein bestimmtes Thema gebunden, so daß ich hier verschiedene zum Teil sehr grob gefächerte Kategorien verwenden kann. Auch stehe ich dadurch unter keinem Zeitdruck, sondern kann mir in aller Ruhe meine Themen aussuchen und dazu recherchieren.

Dann gibt es Blogger, die nur zu einem bestimmten Thema schreiben.  Diese tun sich natürlich schon schwer, da es wohl zu den meisten Dingen mehr als nur einen Blog oder so gibt. Dadurch ist natürlich auch der Druck größer, daß man gute Artikel schreibt. Schließlich möchte man sich ja von der Konkurrenz abheben und das ist nicht ganz einfach!

Ja und dann sind da noch die Blogger, die sich komplett verkauft haben. Diejenigen die glauben, daß sie für andere schreiben müßen um dadurch das große Geld zu verdienen! Diese Leute nennt man im Allgemeinen auch Journalisten und sind in meinen Augen die ärmsten Hunde unter den Bloggern!  Die ganze Zeit nur am Recherchieren und am Schreiben, damit sie ihre Brötchen verdienen. Also ich stell mir das irgendwie schlimm vor, da möchte ich garantiert nicht tauschen!

Was hat dieser dritte Punkt aber nun wieder mit dem Thema des Artikels am Hut? Das sieht man am Besten, wenn man einen gut recherchierten Artikel eines freien Bloggers mit dem auf die Schnelle dahin geklatschten eines unterbezahlten Bloggers vergleicht. Ich kann es mir erlauben, daß ich mich auch über Twitter oder Facebook zu einem Thema erkundige. Ein bezahlter Blogger hat meisten wohl gerade mal Zeit, daß er ein oder zwei andere Artikel zum Thema überfliegt und daraus soll er dann einen vernünftigen Artikel machen. Diese Artikel sind dann meistens auch ziemlich knapp gehalten und dafür würde tatsächlich dann auch Facebook mit seinen 400 Zeichen genügen, um das zu veröffentlichen. Tja, und das sind dann die wahren Loser des Internets!

 

So, nun mach ich mal gemütlich Schluß hier. Immerhin ist es nun 2:23 in der Nacht und ein bißchen Schlaf möchte ich schon habe!

Grüße von einem “Winner” aus Augsburg

sendet euch euer Zauberadmin

Mike, TmoWizard Zaubersmilie

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2 Replies to “Blogger – Die “Winner” im Internet?”

    1. Hallo Haiko,

      was meinst du mit “beides”? Journalist und Blogger? Klar geht das, nur haben freie Blogger meistens andere Möglichkeiten. Ein Journalist ist immer auf seinen Brötchengeber angewiesen, außer er hat zusätzlich noch ein privates Blog.

      Ein gutes Beispiel hierfür ist z. B. Stefan Niggemeier, der beides unter einen Hut bringt.

      Viele Grüße aus TmoWizard’s Castle

      Mike, TmoWizard

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