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Hallo, liebe Leserinnen und Leser!

Ich hatte heute zwei Meldungen in meinem Feed-Reader, die mich irgendwie erstaunt und auch ziemlich geschockt haben. Zum einen auf WinFuture der Artikel “Unsafe: Jeder Fünfte geht ohne Schutz online”, der zweite über die gleiche Studie bei ZDNet mit dem Titel “Fast jeder Fünfte geht ohne Virenschutz und Firewall online”.

 

Erstaunt hat mich daran, daß angeblich satte 30 % keine Firewall installiert haben sollen. Diese Meldung kann ich irgendwie nicht glauben. Ich behaupte eher mal, daß sie nichts davon wissen! Ob nun ein Rechner mit vorinstalliertem Windows gekauft wird oder ob man das selber installiert: Die Firewall bzw. der Paketfilter von Windows wird seit Windows XP SP2 installiert und gestartet, auch bei Mac OS X (ipfw) und bei vielen Linux-Distributionen (iptables) ist solch ein Teil von vorne herein dabei. Außerdem sind die meisten Rechner heutzutage hinter einem Router, bei denen diese Dinger auch oben sind.

 

Schockiert hat mich an der Studie allerdings, daß bei 28 % kein Virenscanner installiert ist. Ist das eigentlich Dummheit, Ignoranz oder die Sucht nach Gefahr? Auf jeden Fall ist solch ein Verhalten in der heutigen Zeit als grob fahrlässig zu bezeichnen. Ich verwende zwar ausschließlich Linux/Kubuntu, aber selbst hier habe ich einen Virenscanner installiert, der sämtliche Downloads und Mails scannt und bei den Mails auch schon fündig wurde! ClamAV ist zwar kein Ausbund an Geschwindigkeit, aber er funktioniert soweit ganz gut.

Ich muß allerdings zugeben, daß ich über die beiden gefundenen Windows-Viren herzlich gelacht habe. Verständlich, wie sollen die Teile unter Linux funktionieren? Trotzdem kann so etwas ziemlich daneben gehen, wenn man seine Mails an andere weiter leitet. Die Empfänger wären sicher hoch erfreut darüber, wenn ihr Rechner durch solch einen Mail kompromittiert wird. Ohne Scanner hätte ich ja nichts davon gewußt, daß da ein Virus oder so weiter verbreitet wird!

 

Ich kann diese Leute nicht verstehen, die mit solch einer Kiste im Internet unterwegs sind. Man bekommt zwar kein System zu 100 % sicher, aber immerhin kann solch ein Scanner die Infektionsrate doch eindämmen. Ich habe in einem meiner Artikel geschrieben, wie einfach man seinen Rechner infizieren kann. Ein Klick in der Google-Suche hat meiner Ex-Frau genügt und siehe, schon war der GEMA-Trojaner trotz Virenscanner da! Ebenso einfach ist es auch, daß man plötzlich Teil eines Botnetz ist. Dann ist aber der Jammer groß, wenn einen die Bank plötzlich aussperrt oder so!

Übrigens sollte niemand das Märchen glauben, daß Linux nicht betroffen sein kann. Gerade auf Servern ist Linux sehr verbreitet und das Hauptziel von Wurmautoren. Aus diesem Grund sind dort auch meistens Virenscanner am Werk, zum großen Teil eben der von mir verwendete ClamAV. Diese Würmer können natürlich auch einen Desktop-Rechner mit Linux erwischen, die machen da nämlich keinen Unterschied!

Übrigens hatte voriges Jahr ein Bekannter von mir das Problem, daß er ständig irgend welche dubiosen Mails von einem seiner Kumpels bekam. Nach kurzem nachforschen durfte er dann entdecken, daß der Rechner seines Kumpels noch die original Installation von Windows XP ohne Servicepack (2001), ohne jeglichem Update aber mit der seit Jahren abgelaufenen 30 Tage-Version von Norton AntiVirus war! Nach längerem Gezeter blieb nur noch die Wahl, den total verseuchten Rechner neu zu installieren und einen anderen Scanner zu verwenden. Bis jetzt scheint das ganz gut zu funktionieren, der größte Teil der Daten war allerdings verloren.

 

Ich möchte hier jedem/r Computernutzer/in nahe legen, daß er/sie sich doch gefälligst einen Virenscanner installiert. Selbst einer der kostenlosen Scanner genügt, daß der Rechner ein Stückchen sicherer ist. Es gibt ja wirklich eine große Auswahl solcher Antivirenprogramme, eine Liste findet man z. B. bei Wikipedia.

 

Ich wünsche nun allen Leserinnen und Lesern eine stress- und virenfreie Woche

Grüße aus TmoWizard’s Castle zu Augsburg

Mike, TmoWizard Zaubersmilie

CC BY-NC-SA 4.0 Dieses Werk ist lizenziert unter Creative Commons Namensnennung-NichtKommerziell-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 international.

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