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Liebe Freundinnen und Freunde der gepflegten Kritik,

unser bloggender Kollege Robert Basic hat letztens einen Artikel veröffentlicht, dessen Thema ich mich natürlich nicht entziehen kann:

Blogger sind so unwichtig

 

Da mir die Kommentarfunktion als nicht ausreichend erschien habe ich mich kurzerhand dazu entschlossen, daß ich dazu einen eigenen Artikel schreibe! :mrgreen:  Immerhin spricht Robert da einige Dinge an, die mir zum Teil schon seit längerem ziemlich sauer aufstoßen.

In einem Punkt stimme ich Robert auf jeden Fall zu 100% zu:

Alle Menschen sind wichtig, also auch wir Blogger!

 

Okay, es gibt auch Leute, die ich eher als unwichtig betrachte, Diktatoren oder Frau Merkel zum Bleistift, aber das ist jetzt hier wohl nicht ganz passend. 😉

 

Wichtig oder nicht:

Ob nun ein Blogger sich als wichtig betrachtet oder nicht, das sollte ihm wohl am besten selbst überlassen sein. Daß sich aber viele wirklich als sehr wichtig betrachten ist leider eine Tatsache, die man nicht einfach so unter den Teppich kehren kann. Wenn nun jemand den 1.000 Blog über den angefressenen Apfel oder den 100.000 über SEO aufmacht muß ich ehrlich sein, daß die- oder derjenige wirklich nicht wichtig ist. Diese Themen sind inzwischen dermaßen ausgelutscht, daß sie mir langsam zum Hals heraushängen!

Anders sehe ich das bei Blogs, in denen ganz einfach die eigene Meinung vertreten wird. Ob die nun realistisch ist oder nicht mag dahingestellt sein, aber immerhin wird dort wirklich öffentlich die eigene Meinung geschrieben. Das ist nicht immer so einfach, ich kann das bei meinen Artikeln bestätigen! Aber immerhin kann man nicht die Augen vor der Tatsache verschließen, daß es sich da ein Mensch wirklich traut und seine Meinung öffentlich im weltweiten Internet kundzutun! Da gehört schon irgendwie eine ziemliche Portion Mut dazu, welche nicht jeder aufbringen kann. Ob das wichtig ist, das steht auf einem anderen Blatt, dazu weiter unten mehr!

 

Blogger und die alten Medien:

Hier möchte ich nun ein Thema ansprechen, daß wohl vielen Reportern und Journalisten nicht gefallen wird! Es geht nun nämlich um Zensur, welche man in einem Blog kaum findet. Ein Reporter bzw. Journalist ist im allgemeinen den Regeln seines Verlegers ausgesetzt, allerdings ist dort Zensur gang und gäbe. Er darf immer nur das schreiben, was ihm der Verleger erlaubt. Ein Blogger, vor allem ein privater wie ich selbst, hat damit jedoch keine Probleme. Ich muß mich nur an das normale Gesetz und die Netiquette halten, das ist aber auch schon alles! Solange ich nicht beleidigend werde wird kaum jemand auf mich zukommen und sage, daß ich das nicht darf.

Ein weiterer Punkt ist der, daß ein Reporter oder Journalist unter Zeitdruck steht. Zu einer richtigen Recherche haben diese Leute kaum Zeit, was oft zu ziemlichen Fehlmeldungen kommt. Da werden einfach so Meldungen der dpa übernommen und etwas erweitert, ohne sich nach der Richtigkeit zu erkundigen! Wie oft ist es schon vorgekommen, das ein Artikel in einer Zeitung korrigiert werden mußte. Ich selbst kann mir in solchen Dingen Zeit lassen, so daß ich auch jeden meiner Artikel entsprechend mit den verschiedensten Quellen belegen konnte! Und wo wir schon bei den Quellen sind:

 

LSR und Quellenangaben:

Hier haben wir einen Punkt, an dem ich den meisten Verlagen und Journalisten die rote Karte zeigen muß! Da wird von denen dauernd lauthals nach einem Leistungsschutzrecht (LSR) geplärrt, aber selber wird ohne Angabe einer vernünftigen Quelle kopiert was das Zeug hergibt. Als Blogger könnte ich mir das niemals erlauben, ohne daß ich innerhalb kürzester Zeit einen Anwalt am Hals habe! Wenn ich in meinen Artikeln ebenfalls einfach nur als Quelle „Internet“ (Handelsblatt!) schreiben würde und keinen Link dazu, dann möchte ich diese Leute aber mal hören. Die führen sich doch sowieso auf wie Graf Rotz, haben aber eigentlich den Sprung ins Zeitalter des Internet völlig verschlafen!

Das Internet lebt von genau solchen Links, ohne diese wäre es eigentlich nicht machbar. Die meisten Verlagshäuser haben das Internet aber anscheinend nicht verstanden, sonst würden sie nicht auf solche Ideen wie LSR kommen. Es gibt zwar auch Ausnahmen, aber die kann ich wohl an einer Hand abzählen. Alleine hierdurch sind wir Blogger schon ziemlich wichtig, damit die Verlage endlich einmal im Hier und Jetzt ankommen können!

 

Zensur im Internet:

Kommen wir zum oben bereits erwähnten Punkt der Zensur, welcher ganz gerne übersehen wird. So etwas kennt ein Blogger im Allgemeinen nicht, sondern er schreibt ganz einfach über Tatsachen. Ein gutes Beispiel hierfür sind z. B. meine eigenen Artikel über z. B. unsere ReGIERung, die allesamt leider der Wahrheit entsprechen! Sie sind auch dementsprechend recherchiert, so daß sie auch einer längeren Überprüfung ohne Probleme standhalten.

Bei unserer gleichgeschalteten Presse sieht das leider anders aus, da in den meisten derer Chefetagen auch ganz bestimmt ein etwas höher gestellter Politiker seines Amtes waltet. Die dürfen gar nicht die Wahrheit so ins Rampenlicht rücken, wie es z. B. hier auf meinem Castle geschieht. Der einfache Bürger muß schließlich klein und dumm gehalten werden, damit er ja nicht auf die Idee kommt, daß er nach Strich und Faden verarscht und ausgenommen wird! Folglich werden einige Tatsachen einfach verschwiegen, die Unwahrheit darf ja nicht geschrieben werden.

Es könnte ja immerhin jemand dahinter kommen, daß da was falsches steht, das wäre dann doch sehr unangenehm. Also sagt man nur einen Teil, den anderen läßt man fallen und verschweigt ihn. Einem Blogger würde das nur einfallen, wenn er dafür bezahlt wird. Das ist aber dann nicht mehr seine Meinung sondern das, was er in seinem Namen schreiben soll.

Auch in einem solchen Fall sind wir Blogger also wichtig, damit eben die ganze Wahrheit ans Licht kommt! Wobei ich gestehen muß, daß das bei mir „manchmal“ seltsam klingt. Immerhin entstehen viele meiner Artikel spät in der Nacht, „ans Licht kommen“ gilt also bei mir oft nur im übertragenen Sinn! 😉

 

Anerkennung:

Eines möchte ich jetzt aus dem Artikel von Robert direkt zitieren:

Was macht ein Blogger im Grunde? Er setzt sich hin und schreibt. Das ist schon alles? Nicht wirklich. Er kann vielleicht nicht gut schreiben, aber sie/er macht es dennoch. Wie viele von uns trauen sich das überhaupt? Ist das nicht schon wichtig genug, um das anzuerkennen?

Dazu hat ausgerechnet ein !Blogger! namens Florian (Nein, du bekommst wegen deiner dummen Art keinen Link von mir! Die Erwähnung ist eigentlich schon der Ehre zuviel, obwohl ich mit Links normaler Weise garantiert nicht geize. 😈 ) folgenden Kommentar hinterlassen:

Nein, das ist nicht wichtig genug, um anerkannt zu werden. Das ist nämlich so, als würde ich sagen: “Ich backe Kuchen. Der schmeckt zwar jedesmal furchtbar, aber ich backe trotzdem weiter und möchte, dass das anerkannt wird.” Das grenzt an Narzissmus, etwas zu tun, um des Tuns Willen. Anerkennung erntet man dadurch, dass man etwas tut, was sonst die wenigsten tun und dann auch noch besser ist als die wenigen, die es tun. Nur weil ein Blogger in der selbstgewählten Öffentlichkeit seine Ergüsse ablädt, ist das noch lange kein Grund das anzuerkennen.

Hierzu folgendes extra für dich, Florian:

Du betreibst selbst ein Blog, aber eine wirkliche Ahnung hast du davon anscheinend nicht! Der ursprüngliche Gedanke eines Weblog war, daß mal einfach online ein Tagebuch führt. Das hat sich zum großen Teil zwar geändert und es wird über alles Mögliche gebloggt, aber auch solche Blogs gibt es immer noch. Das verdient Beachtung und Anerkennung, mach es doch erst einmal nach!

Andere Blogger schreiben eben über bestimmte Themen, mit denen sie sich gut auskennen. Sie wollen dadurch anderen Leuten zeigen, was man bei ihrem Thema zu beachten hat. Auch das ist eine Kunst, das solltest du mit deinem eigenen Blog aber selber wissen! Das verdient ebenfalls Beachtung und Anerkennung, das kann nämlich auch nicht jeder.

Dann sind da noch die Blogger, die über Sachen schreiben, die sich ansonsten kaum jemand traut. Schreib doch du mal solche Artikel über unsere größenwahnsinnige ReGIERung so wie ich es mache, es tut auch gar nicht weh! Allerdings ist das ein bißchen mehr Arbeit als du dir vorstellst. Solche Artikel entstehen nicht einfach so innerhalb von ein paar Minuten, das ist ein paar Stunden journalistische Recherche, für die ich nicht einmal einen Cent bekomme! Das ist ebenfalls eine Tätigkeit, die wirklich Anerkennung und Achtung verdienen würde.

Der Fehler dabei ist nur, daß mich weder die Achtung noch die Anerkennung interessieren! Ich schreibe diese Artikel aus dem Grund, damit auch andere die Wahrheit und den Ernst dieser Themen erkennen können und weil mir die Tätigkeit des Schreibens einfach Spaß macht. Daß ich inzwischen einen PageRank von 4/10 habe ist eine Sache, die ich erst vor ein paar Tagen erfahren habe. Es ist mir auch ehrlich gesagt völlig egal, da mein Castle einfach nur mein „kleines“ Blog ist. Es war nie geplant, daß ich damit irgendwie berühmt werde und ist auch jetzt nicht der Fall. Auch das ist eine Eigenschaft, die Anerkennung und Beachtung wert sein sollte!

Es könnte aber natürlich auch sein, daß du zu folgender Gattung gehörst:

Füttere mich, ich bin ein Troll!

 Das ist aber ein anderes Thema, das möchte ich so auf die Schnelle nicht beurteilen!

 

Mein Fazit:

Wir Blogger sind wichtig, daran gibt’s nichts zu rütteln und zu deuteln! Wir Blogger sind hier, weil wir zu unsrer Meinung oder dem gewählten Thema stehen! Wir Blogger sind auch hier, damit wir unsere Gedanken weiter geben können! Wir Blogger sind hier, damit wir anderen Menschen helfen könne! Wir Blogger sind hier, damit wir andere Leute wachrütteln können! Wir Blogger geben unser Können, unsere Erfahrung und unser Wissen weiter, damit das nicht verloren geht! Wir Blogger sind auch dazu da, damit wir den alten Medien und vor allem unseren Politikern das Internet erklären können! 😉 Und natürlich sind solche Blogger wie ich auch dazu hier, um auf die Mißstände und Machenschaften in unserer macht- und geldgierigen ReGIERung aufmerksam zu machen! Kurz gesagt:

Ja, wir Blogger sind wichtig!

 

Liebe Bloggende Grüße nun aus TmoWizard’s Castle

Frei nach dem Motto meines Castle: Carpe noctem!

Mike, TmoWizard Zaubersmilie

Dieses Werk ist lizenziert unter Creative Commons Namensnennung-NichtKommerziell-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 international.

Computer/Internet, Information

3 Replies to “Blogger: Wichtig oder unwichtig, das ist hier die Frage!”

  1. Hallo Mike,

    zunächst möchte ich darauf aufmerksam machen, dass der Begriff Blogger ein Begriff ist, den höchstens Insider verstehen. Ein Blog als Tagebuch zu bezeichnen, halte ich ebenfalls für unzutreffend. Denn weder Dein noch mein Blog (um uns mal als Beispiele anzuführen)sind Tagebücher – vielmehr bevorzuge ich den Begriff persönlicher Internetauftritt, weil wir ja nicht darüber berichten, wie unser Tag so war.

    Für meine persönliche Seite war es von Anfang an mein Ansinnen, mich als Mensch mit meinen Gedanken und Gefühlen öffentlich zu machen und dabei immer wieder zu betonen, dass ich auf dem Hintergrund meiner persönlichen Erfahrungen und meiner persönlichen Schlussfolgerungen schreibe. Dass ich dabei so manches Mal als Pessimist abgestempelt werde, ist eine Tatsache, die mich jedoch nicht hindert, meine persönliche Seite weiter zu hegen und zu pflegen. Sehr viele Menschen sehen einfach nicht den Optimismus und die Lebenskraft, dass ich nach zwanzig Jahren Arbeitslosigkeit noch aktiv schreibe und lebe.

    Deine und Roberts Schlussfolgerung, dass wir Blogger wichtig sind, möchte ich auf der Grundlage meines Blogs um die folgende Aussage ergänzen:

    Es ist leichter, sich als „Fachmann“ für irgendeine Sache (z.B. Technik, Politik, Filme usw.) darzustellen denn als Fachmann für seine ureigenen Gedanken und Gefühle in dieser unserer heutigen Welt – und diese öffentlich zu Papier zu bringen.

    Lieben Gruß aus dem Bergischen Land
    von Gerhard

    1. Hallo Gerhard,

      danke für deinen ausführlichen Kommentar!

      zunächst möchte ich darauf aufmerksam machen, dass der Begriff Blogger ein Begriff ist, den höchstens Insider verstehen.

      „Blogger“ ist aber nun einmal die richtige Bezeichnung und wie ich das in meinem Bekanntenkreis bemerkt habe, verstehen das auch andere Leute richtig.

      Denn weder Dein noch mein Blog (um uns mal als Beispiele anzuführen)sind Tagebücher – vielmehr bevorzuge ich den Begriff persönlicher Internetauftritt, weil wir ja nicht darüber berichten, wie unser Tag so war.

      Bei meinem Blog kann man tatsächlich nicht von einem Tagebuch reden, das gebe ich zu! Aber:

      Für meine persönliche Seite war es von Anfang an mein Ansinnen, mich als Mensch mit meinen Gedanken und Gefühlen öffentlich zu machen und dabei immer wieder zu betonen, dass ich auf dem Hintergrund meiner persönlichen Erfahrungen und meiner persönlichen Schlussfolgerungen schreibe.

      Genau das war ja der ursprüngliche Gedanke eines Weblogs, also kann man dein Gedankenbuch auch als Onlinetagebuch bezeichnen!

      Dass ich dabei so manches Mal als Pessimist abgestempelt werde, ist eine Tatsache, die mich jedoch nicht hindert, meine persönliche Seite weiter zu hegen und zu pflegen. Sehr viele Menschen sehen einfach nicht den Optimismus und die Lebenskraft, dass ich nach zwanzig Jahren Arbeitslosigkeit noch aktiv schreibe und lebe.

      Ei nun, das sind Dinge, die wohl viele Menschen nicht verstehen können. Ich kenne das ja aus eigener Erfahrung, da ich ja immer wieder wie auch jetzt arbeitslos bin!

      Deine und Roberts Schlussfolgerung, dass wir Blogger wichtig sind, möchte ich auf der Grundlage meines Blogs um die folgende Aussage ergänzen:

      Es ist leichter, sich als “Fachmann” für irgendeine Sache (z.B. Technik, Politik, Filme usw.) darzustellen denn als Fachmann für seine ureigenen Gedanken und Gefühle in dieser unserer heutigen Welt – und diese öffentlich zu Papier zu bringen.

      Als „Fachmann“ habe ich mich zum Glück nie dargestellt oder betrachtet, auch wenn manche das von mir denken. Ich kenne mich zwar in den Dingen aus über die ich schreibe, das ist aber auch alles.

      Ja, es ist schwerer über persönliche Dinge zu schreiben. Ich kenne nur sehr wenige Menschen, die das fertig bringen und diese haben meine persönliche Hochachtung! Ich selbst mache das ja eher selten, da mir das schon irgendwie schwer fällt. Lieber schreibe ich ein paar Artikel über unsere Politiker und recherchiere dafür mehrere Stunden, bevor ich einen einzigen über mich veröffentliche!

      Sonnige Grüße nun aus Augsburg

      Mike, TmoWizard

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