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Liebe Leserinnen und Leser,

es ist wieder einmal soweit! Der Webmaster Friday hat ein neues Thema zur Diskussion gestellt und ich mach da wieder einmal mit. Heute geht es dabei um folgendes:

Wo informiert ihr Euch? Zeitung, TV, Internet …(?)

 

Wie immer wurden dabei einige Fragen gestellt, die es zu beantworten gilt. Zuvor aber noch ein Zitat des Webmaster Friday, daß ich zuerst kommentieren werde:

Die Bloggosphäre ist eine relativ neue Form der Informationsvermittlung. Zum Teil bearbeiten Blogs Themen und Nachrichten, die vorher von klassischen Medien (Print, Radio, TV) verbreitet wurden. Zum Teil generieren Blogs aber auch komplett neue Inhalte, für die es vorher keine Verbreitungsmöglichkeit gegeben hat. Der Niedergang der ersten klassischen Zeitungen (Frankfurter Rundschau, Financial Times Deutschland) zeigt, wie sehr die Welt der Informationsvermittlung im Umbruch ist.

 

Die Bloggosphäre ist tatsächlich nicht relativ neu, sie begann so Mitte der Neunziger und hat sich in diesen immerhin knapp 15 Jahren immer weiter verbreitet. Allerdings spielen hier in Deutschland Blogs eher eine untergeordnete Rolle, während sie in anderen Ländern, vor allem in den USA, wesentlich weiter verbreitet sind. Es ist eben so, daß nicht nur unsere Politiker das Internet weitgehend verschlafen habe, auch viele normalen Bürger hier bei uns kommen damit nicht so recht klar. Auch haben Blogs in den sozialen Netzwerken wie Facebook eine Konkurrenz, die nicht zu verachten sind.

Dabei muß man den Leuten zugestehen, daß es auch wesentlich einfacher ist eine Site bei Facebook zu haben wie ein Blog zu führen und zu verwalten. Es gibt zwar fertige Systeme wie WordPress.com und Blogger.com/Blogspot.com, allerdings ist das in meinen Augen nicht mit einem eigenen, selbst gehosteten Blog zu vergleichen. Man hat bei den fertigen Blogs eigentlich nicht viel mehr Arbeit wie z. B. bei Facebook. Man schreibt halt seine Artikel und kümmert sich um die Kommentare, das war es im Großen und Ganzen auch schon. Bei einem wirklich eigenen Blog steckt da aber noch wesentlich mehr Arbeit dahinter, das würde hier jetzt aber den Rahmen des Artikels sprengen! :mrgreen:

 

Die klassischen Medien:

Ehem… Print? TV? Was ist das? Ich habe hier gar keinen Fernseher und eine Zeitung lese ich im Allgemeinen nicht einmal dann, wenn sie mir nichts kostet. Stadtanzeiger und Co. wandern bei mir in den meisten Fällen vom Briefkasten direkt in die grüne Tonne! Was will ich denn mit den Meldungen vom Vortag noch anfangen, die kenne ich doch schon und sind für einen aktuell gehaltenen Artikel nicht mehr relevant! Die einzige Zusage an die klassischen Medien ist, daß hier ständig die Rockantenne läuft… natürlich per Live-Stream über das Internet! Das Radio hat jedoch den Fehler, daß Nachrichten meisten nur alle halbe Stunde kommen. Meist fehlen dabei allerdings Informationen, die für mich relevant sind und dies gilt auch für das Fernsehen. Diese drei Medien fallen für mich zur Recherche also komplett aus.

 

Die neuen Medien:

Hier sieht das schon ganz anders aus, wobei wohl nicht jeder meine Arbeitsweise verwenden würde. Ich habe hier einen gut gefüllten Feed-Reader, der alle 15 Minuten aus den verschiedensten Kanälen seine Informationen holt. Dabei ist das einzige von mir verwendete Programm die SeaMonkey Suite, über die ich ja inklusive Tutorials schon einiges hier geschrieben habe. Dabei habe ich außer verschiedenen Blogs auch sehr viele Magazine und Zeitungen abonniert, die mir interessante Themen liefern können. Mit von der Partie sind dabei natürlich die großen Tageszeitungen, die als Informationsquelle nicht fehlen dürfen. Die letzte Quelle für Informationen ist dann Twitter, wobei dieser Dienst bei mir eher nebensächlich ist.

 

Verarbeitung der Informationen:

Man sieht an den von mir benutzten Quellen bereits, daß bei mir alles Online geht. Das bedeutet in meinem Fall allerdings auch, daß ich bereits zum Frühstück hier an der Kiste sitze, wenn ich all die Informationen verarbeiten will! Dabei kann es ohne weiteres vorkommen, daß ich tatsächlich den ganzen Tag bis spät in die Nacht in meinen Monitor glotze. Als Hartz IV Empfänger habe ich meistens nichts zu tun, da kann ich mir das schon mal erlauben. Übrigens hebe ich die Feeds immer für einen Monat auf, danach werden sie gelöscht. Am ersten November diesen Jahres waren das ~30.000 Stück, ich habe hier also einiges zu Lesen! Auch E-Mails kommen nicht zu knapp, so daß da schon eine ganze Menge zusammen kommt.

Hier geht es dann los, daß ich die Feeds und Mails überfliege. Wenn ein interessanter dabei ist, dann rufe ich die passende Website dazu auf, das läßt sich meistens besser lesen. Ist etwas dabei, das mir einen Artikel wert ist, dann kommt es erst einmal in einen speziell dafür vorgesehen Bookmark-Ordner. Dann geht die Suche weiter, ob ich zu diesem Thema noch mehr finde. Ich verlasse mich nämlich nicht auf eine einzige Quelle, das kann ziemlich daneben gehen! Sollte ich in den Feeds nichts mehr darüber finden (was selten vorkommt), dann bemühe ich tatsächlich eine Suchmaschine. Meistens ist das allerdings nicht erforderlich, dazu ist meine Feedsammlung schon zu groß und sie wächst immer noch weiter. Erst hier geht es dann los, daß ich an einen neuen Artikel denke! Wobei es auch vorkommen kann, daß mir ein Thema dermaßen unter den Fingern brennt und ich schon beim ersten Feed mit dem Artikel anfange und neben dem schreiben weitere Quellen suche.

 

Der Einfluß der Medien:

Normaler Weise hat die Art der Medien keinen oder nur wenig Einfluß auf meine Art zu Arbeiten… das heißt… so ganz stimmt das auch wieder nicht! Es hat insoweit Einfluß auf meine Arbeit, daß ich zum recherchieren während des Schreibens nur den Tab wechseln muß. Bei den alten Medien ginge das irgendwie schlecht! :mrgreen: So kann ich jederzeit nachlesen, was mir noch an Infos fehlt, bei einem Radio- oder Fernsehsender wird das schon ein bißchen schwieriger. Man könnte zwar noch den Videotext aufrufen, aber da stehen meist nur kurze Meldungen, mit denen ich wenig bis gar nichts anfangen kann.

Eine Zeitung fällt sowieso aus, da sie das entsprechende Thema natürlich erst am nächsten Tag beinhalten kann. Außerdem wäre mir als Hartz IV Empfänger eine Tageszeitung als Quelle auf Dauer einfach zu teuer, das könnte ich mir gar nicht leisten. Auch der Videotext hat einen Fehler, man kann dort irgendwie sehr schlecht nach einem bestimmten Thema suchen!

Ein weiteres Manko der alten Medien ist die Quellenangabe und die Verlinkung. Soll ich meinen Lesern zumuten, daß sie sich z. B. die Augsburger Allgemeine kaufen, damit sie meine Angaben prüfen können? Das geht ja mal gar nicht! Vielleicht ein Hinweis auf Videotext Tafel 666? Ist auch irgendwie nicht gerade das Wahre. Die Nachrichten von 13:00 h bei Rockantenne? Müßen meine Leser wohl in die Vergangenheit reisen! Lachersmilie

 

Man sieht hier also sehr gut, daß bei mir wie oben beschrieben alles online geschieht. Anders wäre es für mich eigentlich undenkbar, daß ich mein Castle hier vernünftig mit Artikeln füllen könnte. Ich schreibe zwar eher unregelmäßig, aber wo es geht tagesaktuell. Das geht eben am einfachsten und schnellsten dadurch, daß ich mich auf die Online-Medien verlasse.

 

Was hat sich die letzten Jahre verändert?

Öhm… Nichts! Mein Blog besteht zwar mit verschiedenen Umzügen und Änderungen bereits seit Oktober 2006, richtig angefangen mit dem Bloggen habe ich aber erst Dezember 2010/Januar 2011 mit dem Umzug hier zu meinem Freehoster. Da ich eher selten zu Zeitungen und Magazinen gegriffen habe, hat sich hier auch nichts getan. Abos hatte ich sowieso keine, wozu auch? Ich hatte ja mit dem Internet alles zur Verfügung, was ich brauchte!

 

Die sozialen Medien, die Blogs und die News-Seiten:

Wenn überhaupt, dann verwende ich für meine Recherche von den sozialen Medien wie oben beschrieben nur Twitter. Auf Facebook und G+ bin ich zwar ebenfalls gemeldet wie bei manch anderen, für meine Artikel ist das im Allgemeinen aber unbrauchbar. Diese Dienste sind einfach mit ihren Timelines zu kurzlebig und unergiebig, als daß ich damit etwas vernünftiges anfangen könnte. Sie spielen praktisch gar keine Rolle für meine Artikel.

News-Seiten wie z. B. das momentan von der Presse mit dem LSR auf’s Korn genommene Google News verwende ich gar nicht, da ich wie geschrieben einen gut gefüllten Feedreader habe. Dort werden sowieso nur fast alle Zeitungen und Magazine gelistet die ich bereits als Feed abonniert habe, die fehlenden schreiben ja auch nicht viel anderes! Außerdem haben die meisten Zeitungen sowieso nur aufgebauschte Agenturmeldungen, die sie mit ihrem eigenen Senf erweitern. Wobei ich auch schon bemerkt habe, daß sie manchmal diese Meldungen sogar 1:1 übernehmen.

Etwas anderes ist es mit Blogs, von denen ich ebenfalls sehr viele abonniert habe und die ich auch immer gerne verlinke. Es kommt eben immer auf das Thema an, welche Quelle ich verwende und dementsprechend auch verlinke. Dabei kommen Blogs ebenso zum Zuge wie Onlinemagazine, wobei ich wenn es geht Blogs bevorzuge!

 

Mein Fazit:

Ich kann zu Recht von mir behaupten, daß meine Artikel rein online entstehen. Das war von Anfang an schon so und es wird wohl auch so bleiben, da ich mir eine andere Art für die Recherche gar nicht vorstellen kann. Es wäre je ein Unding, da ich ja sonst auch keine vernünftigen Quellen angeben könnte. Das würde ganz und gar meiner Moral widersprechen, schließlich möchte ich das von mir geschriebene auch belegen können! Da mein Blog aber weltweit zur Verfügung steht ist das nur mit Links zu den Quellen möglich, alles andere wäre eine Zumutung für meine Leser. Motzgelbsmilie

 

Eines muß hier natürlich noch erwähnt werden:

Ich betreibe mein Castle hier nur aus Spaß am schreiben, was mir gegenüber anderen Bloggern einige Vorteile bringt. Ich muß nämlich nicht schreiben, schon gar nicht regelmäßig! Auch kann ich mir das Thema für einen Artikel aussuchen, da ich hier ja ein sogenanntes Mischblog betreibe. Ich wüßte auch ehrlich gesagt kein einziges Thema, über das ich regelmäßig oder gar täglich schreiben könnte. Immerhin beinhalten meine Artikel nur Themen, bei denen ich mich zumindest einigermaßen auskenne.

Natürlich darf ich nicht zu wenige Artikel bringen, da mir sonst die Leser abhauen. Es kommt zwar manchmal vor, daß ich nur 3-4 Artikel im Monat schreibe, allerdings sind das Ausnahmen. Als Minimum habe ich mir nämlich vorgenommen, daß ich mindestens 5 Artikel im Monat schreibe, was ich im Allgemeinen auch ganz gut eingehalten habe und soweit möglich auch weiterhin einhalten werde.

 

Viele Grüße nun aus TmoWizard’s Castle zu Augsburg

Carpe Noctem!

Mike, TmoWizard Zaubersmilie

CC BY-NC-SA 4.0 Dieses Werk ist lizenziert unter Creative Commons Namensnennung-NichtKommerziell-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 international.

Computer/Internet, Information, Webmaster Friday

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