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Liebe Leserinnen und Leser,

leider läuft hier bei mir derzeit alles irgendwie nicht ganz rund. Auf der einen Seite habe ich eigentlich mehrere Artikel in Vorbereitung, auf der anderen Seite fehlt mir im Moment die Konzentration dafür und ich habe auch andere Dinge zu erledigen.

Unter Anderem bin ich auch immer wieder mal anderweitig unterwegs, so daß ich mehrere Tage nicht hier an meinem Rechner sitzen kann. Dadurch laufen aber auch immer eine ganze Menge an Mails, News und Feeds bei mir auf, die ich dann abarbeiten darf. Bei ~35.000 Stück im Monat (ca. 1.200 am Tag!) habe ich dann immer einiges zu tun, wobei ich natürlich einen großen Teil davon nur überfliege. Geht bei der Menge auch gar nicht anders, ich müßte ja sonst stündlich ungefähr 50 Mails, News und Feeds lesen und das 24/7! 😯

Deswegen kommen hier zur Zeit auch nur selten neue Beiträge, was sich aber hoffentlich bald wieder ändern wird. Einen Anfang versuche ich jetzt mit diesem hier, da ich von diesem Thema ja auch betroffen bin. Wie aus der Überschrift ersichtlich geht es unter Anderem um Hartz-IV, den Mindestlohn, TiSA und die KrankheitsGesundheitspolitik unserer ReGIERung. Hierzu lasse ich erst einmal den amerikanischen Milliardär Nick Hanauer zu Wort kommen, der sich in einem offenen Brief an seine reichen “Freunde” gewendet hat:

 

“Ich sehe Mistgabeln” – Milliardär erwartet Revolution

 

Alleine an Hand dieses Briefes könnt ihr euch wohl vorstellen, daß das wieder einmal einer meiner längeren Artikel wird, in dem natürlich wie immer auch einige erklärende Links vorkommen! Es ist jetzt 10:15 Uhr am 07.07.2014 und ich bin gespannt, wann dieser Artikel fertig sein wird. Der offene Brief ist zwar eigentlich für die USA gedacht, nach dem Lesen wird aber schnell klar, daß er auch auf Europa und somit auf die BRD zutrifft. Fangen wir erst einmal mit einem Zitat von Herrn Hanauer an:

Aber lassen Sie uns offen sprechen. Ich bin nicht der intelligenteste Mensch den Sie je gesehen haben oder der am schwersten Arbeitende. Ich war ein mittelmäßiger Schüler und bin technisch nicht begabt und ich kann auch nicht programmieren. Was mich von anderen unterscheidet ist wohl meine Risikotoleranz und die Eigenschaft zu sehen, wo die Reise hingeht und was in der Zukunft passieren wird. Und was sehe ich in jetzt unserer Zukunft?

Ich sehe Mistgabeln.

In Zeiten wo Menschen wie Du und ich über die Plutokratie träumen, liegt der Rest des Landes, die 99,9%, weit im Rückstand. Die Kluft zwischen arm und reich wird immer schlimmer. Und sie wächst schnell. Im Jahr 1980 kontrollierten die Top 1 etwa 8% des US-Volkseinkommens. Heute kontrollieren die Top 1 rund 20%. Aber das Problem ist nicht die Ungleichheit an sich, Diese ist immer untrennbar mit jeder kapitalistischen Wirtschaft verbunden. Das Problem ist, dass dies Ungleichheit auf einem historischem Hoch angelangt ist und von Tag zu Tag schlimmer wird. Unser Land entwickelt sich von einer kapitalistischen Wirtschaft zu einer feudalen Gesellschaft. Wenn sich unsere Politik nicht dramatisch ändert, wird die Mittelschicht verschwinden und wir werden wieder im späten 18. Jahrhundert in Frankreich sein. Vor der Revolution.

Ein amerikanischer Milliardär sieht hier also etwas, daß unseren Politiker vollkommen entgangen ist: Da geht was gewaltig schief und es wird noch schlimmer kommen! Er sieht dabei auch Dinge, die von anderen Leuten völlig mißachtet werden, denn diese Situation gab es schon mehrmals und es ging immer voll daneben, Zitat:

Uns so habe ich eine Botschaft für meine steinreichen Kollegen und Kolleginnen und alle, die in dieser Blase leben: Wachen Sie auf ! Es wird nicht mehr lange dauern. Wenn wir nicht bald etwas tun um die eklatanten Ungerechtigkeiten in dieser Wirtschaft zu beheben, werden die Mistgabeln zu uns kommen. Keine Gesellschaft kann diese Art von wachsender Ungerechtigkeit auf Dauer aufrechterhalten. Es gibt in der Tat kein einziges Beispiel in der Geschichte der Menschheit, wo Reichtümer wie diese angesammelt wurden und nicht irgendwann Mistgabeln gekommen sind. Am Anfang ist es ein Polizeistaat, dann kommen die Aufstände.

Den Polizeistaat haben wir in Deutschland ebenfalls, inklusive der beinahe totalen Überwachung. Angesichts der katastrophalen Wahlergebnisse in den letzten Jahren dürfte auch dem letzten Idioten klar sein, daß die Bürger mit der Politik unserer ReGIERung ganz und gar nicht einverstanden sind, sie revoltieren bereits auf ihre Art! Wie es weiter gehen könnte verrät uns Herr Hanauer ebenfalls, Zitat:

Viele von uns denken, sie wären etwas Besonderes, weil „Das ist Amerika“. Wir denken, wir sind immun gegen diese Kräfte wie den arabischen Frühling, die französische oder russische Revolution. Ich weiß, dass die 0,01% dazu neigen, diese Art von Argumenten zurückzuweisen. Viele von euch sagten mir schon ins Gesicht, ich sei verrückt. Ich sage euch, ihr lebt in einer Traumwelt. Jeder Geschichtsstudent weiß, wie es passiert. Revolutionen, Konkurse kommen nach und nach. Und dann plötzlich setzt jemand etwas in Brand und dann kommen tausende Menschen auf die Strassen und bevor man sich versieht, steht das ganze Land in Flammen. Und dann werden wir keine Zeit mehr haben zum Flughafen zu fahren, in unsere Gulfsream V zu steigen und nach Neuseeland zu fliegen. Wenn die Ungleichheit weiter so zunimmt, wird es passieren. Wir werden nicht in der Lage sein, vorherzusagen wann es passiert. Aber wenn es passiert wird es schrecklich. Vor allem für uns.

Er hat das sehr gut erkannt, auch wenn er sich nicht als der “intelligenteste Mensch” betrachtet. Man braucht wirklich nur die Geschichte der Menschheit betrachten, damit man diese Wahrheit erkennt. Es war so, es ist jetzt so und es wird auch immer so bleiben!

Hier möchte ich nun Hartz-IV und den Mindestlohn ins Spiel bringen und wir werden sehen, daß dieser Mann (wenn schon nicht der Intelligenteste :mrgreen: ) zumindest nicht dumm ist. Dazu folgendes Zitat:

Unser Vorbild sollte z.B. Henry Ford sein. Er erkannte, dass alle seine Arbeiter in Michigan nicht nur billige Arbeitskräfte waren die man ausnutzen kann. Sie waren gleichzeitig auch Verbraucher. Ford dachte, wenn er ihre Löhne um damals exorbitante 5$ / Tag anhob, dann sind die auch in der Lage sich sein Modell TS leisten zu können. Was für eine tolle Idee. Mein Vorschlag ist: Lassen Sie uns das angehen. Immer wieder. Wir müssen etwas versuchen. Dies idiotische Trickle-Down-Politik zerstört unsere Kundenbasis. Und Ihre.

(Erklärung zu Trickle-Down: Der Begriff Trickle-down-Theorie (englisch trickle ‚sickern‘), abwertend auch Pferdeäpfel-Theorie, bezeichnet die These, dass Wirtschaftswachstum und allgemeiner Wohlstand der Reichen nach und nach in die unteren Schichten der Gesellschaft durchsickern würden (Trickle-down-Effekt). Sie wurde von David Stockman als synonyme Bezeichnung für angebotsorientierte Wirtschaftspolitik eingeführt.

Ich habe erkannt, dass ich meine isolierte Welt der Superreichen verlassen, und mich in die Politik einmischen muss. Aber nicht in der Art, sich wie einer von diesen „Big-Money-Milliardären“ wählen zu lassen. Stattdessen will ich durch Ideen und Gespräche zu einer Art „Mitte-Out-Ökonomie“ anregen. Es ist der längst überfällige Gegenbeweis zu der Trickle-Down-Weltsicht. Deshalb muss der Grundgedanke des Kapitalismus sein: Wenn die Arbeiter mehr Geld haben, dann haben die Unternehmen mehr Kunden. Das erzeugt Mittelklasse Konsumenten. Nicht reiche Geschäftsleute wie wir. Das bedeutet, eine blühende Mittelklasse ist die Quelle des Wohlstandes und nicht eine Folge davon. Der Mittelstand schafft reiche Menschen, nicht umgekehrt.

Das ist ein Grundgedanke, den sich weltweit sämtliche Milliardäre und vor allem Politiker durch den Kopf gehen lassen müßten. Ein kleiner Anfang wird ja mit dem Mindestlohn gerade gemacht, auch wenn das im derzeitigen Zustand noch nicht der Weisheit letzter Schluß sein kann. Zitat Herr Hanauer:

Die Standard Antwort in der Mindestlohndebatte von den Republikanern, deren Geschäftsmänner und vielen Demokraten ist, dass die Erhöhung des Mindestlohns Arbeitsplätze kostet. Die Unternehmen müssen Mitarbeiter entlassen. In der Schulzeit wurde den Menschen schon gelehrt, wenn die Löhne steigen, muss die Beschäftigung nach unten gehen. Das Gesetz von Angebot und Nachfrage und so weiter. Das ist der Grund, warum John Boehner und andere Republikaner im Kongress darauf bestehen. Wenn die Arbeit einen höheren Preis hat, bekommt man weniger davon. Wirklich?

“Die Sache mit uns Geschäftsleuten ist, daß wir unsere Kunden reich lieben und unsere Arbeiter arm!”

Das ist eine seltsame Sache. Während der letzten 3 Jahrzenten wuchsen die Abfindungen für Manager 127 x schneller als bei den Arbeitnehmern. Seit 1950 ist dabei das Geschäftsführer – Arbeiter Verhältnis um 1000% gestiegen, das ist kein Tippfehler. Manager verdienten das 30-fache des Durchschnittseinkommens, jetzt das 500-fache. Doch kein Unternehmen, das ich kenne, hat seine Führungskräfte beseitigt oder nach China ausgelagert, oder ihre Arbeitsplätze automatisiert. Stattdessen haben wir jetzt mehr Manager als je zuvor. Diese Leute verdienen ein Vielfaches des Durchschnittseinkommens und wir bekommen immer mehr von ihnen. 75 Jahre haben wir schon Beschwerden sobald das Thema Mindestlohn angesprochen wird, oder wenn gegen Kinderarbeit rebelliert wird. Jedesmal reagieren die Kapitalisten in der gleichen Weise: Wir gehen alle Konkurs, ich muss schließen, ich muss alle entlassen. Es ist nicht geschehen. In der Tat zeigen die Daten, dass wenn die Arbeiter besser bezahlt werden, die Geschäfte besser werden. Die Neinsager sind einfach falsch.

Kann man es eigentlich besser erklären? Der Mann hat eine Weitsicht, die ich bei vielen Menschen vermisse, und es kommt noch besser:

Die meisten von Ihnen denken wahrscheinlich, dass der Mindestlohn von 15$ in Seattle ein Wahnsinn und eine Abkehr von rationaler Politik ist. Aber in Seattle ist der aktuelle Mindestlohn von 9,32$ bereits um fast 30% höher als der Durchschnitts Mindestlohn. Und, zerstört es unsere Wirtschaft? Nun, an alle Trickle-Downer, hier ein Blick auf die Daten: Die beiden Städte der Nation mit der höchsten Rate an Jobwachstum von kleinen Unternehmen sind San Francisco und Seattle. Und welche Städte haben den höchsten Mindestlohn? San Francisco und Seattle. Die am schnellsten wachsende Großstadt in Amerika? Seattle. 15 Dollar ist keine riskante Politik. Unsere Stadt wird Ihrer Stadt in den Arsch treten.

Welch deutliche Worte ausgerechnet von einem reichen Geschäftsmann, Herr Hanauer beweist hier mehr Durchblick und Verstand wie es unsere Politiker jemals haben werden! Und es geht weiter, Zitat:

Es macht durchaus Sinn, wenn man darüber nachdenkt: Wenn ein Arbeiter 7,25 $ / Std. verdient, das ist jetzt der normale Mindestlohn, welcher Teil davon landet in den Kassen der lokalen Kleinunternehmen? So gut wie nichts. Die Person muß Miete zahlen, Lebensmittel kaufen, und im besten Fall noch ein Bus-Ticket. Er wird nicht ins Restaurant gehen, keine neue Kleidung und keine Blumen zum Muttertag kaufen. Ist das Problem komplizierter als ich denke? Natürlich.

Das kann man auch hier in Deutschland sehr gut sehen, wenn man nur mal die Augen offen hält. Billige Freßbuden und Discounter sprießen überall wie Pilze aus dem Boden während die teuren Geschäfte mehr und mehr schließen müßen, da sie die Ladenmiete nicht mehr bezahlen können. Es kommt einfach nichts mehr herein, da die Leute einfach zu wenig Geld haben. Gerade vor ein paar Tagen haben hier in Augsburg wieder ein Restaurant und die Filiale eines Metzgers schließen müßen, es gab einfach zu wenig Kundschaft!

Wal-Mart ist unserer Nation der größte Arbeitgeber mit rd. 1,4 Millionen Beschäftigten in den USA und verdient mehr als 25 Milliarden US-Dollar im Jahr vor Steuern. Warum sind Wal-Mart-Mitarbeiter die größte Gruppe der Medicaid-Empfänger in vielen Staaten? (Medicaid ist ein Gesundheitsfürsorgeprogramm für Personen mit geringem Einkommen). Wal-Mart könnte, sagen wir, jedem seiner Millionen schlecht bezahlten Arbeitnehmer zusätzlich 10.000 $ / Jahr mehr bezahlen. Diese wären dann aus der Armut und könnten sich viele Sachen leisten und bei Wal-Mart einkaufen. Dies würde uns auch den Kauf von Lebensmittelmarken ersparen. Und Wal-Mart würde immer noch mehr als 15 Milliarden US-Dollar vor Steuern im Jahr verdienen.

 

Genau das ist es, was die ReGIERungen und Geschäftsleute in aller Welt nicht begreifen wollen:

Je mehr Geld wir kleinen Leute haben, desto mehr können wir auch in die Wirtschaft stecken!

Schließen wir nun dieses Kapitel mit einem letzten Zitat  von Herrn Hanauer:

“Selbst die besten von uns werden in den schlimmsten Zeiten barfuß am Feldweg stehen und Obst verkaufen. Wir sollten nie vergessen, dass die Vereinigten Staaten von Amerika seine Mittelklasse hat, anstatt uns.

Oder wir können uns zurücklehnen, nichts tun, und genießen weiter unsere Yachten. Und warten auf die Mistgabeln.”

 

Krankheitssteuer!

Und hiermit kommen wir wegen dem erwähnten Medicaid (und ObamaCare) nun auch zu TiSA, der Gesundheitsreform (was für ein Unwort!) und den Steuern, denn da kommen wohl ganz schlechte Zeiten auf uns zu! Hierzu ein Artikel aus dem Magazin Buergerstimme:

TiSA: Das Vakuum nimmt häßliche Formen an

Dazu der folgende Hinweis:

Die TiSA-Verhandlungen umfassen sämtliche Dienstleistungssektoren, auch unser Gesundheitssystem!

Hier zitiere ich jetzt nicht, denn man muß zum richtigen Verständnis sich wirklich den verlinkten Artikel durchlesen. Die diskutieren also im verschlossenen Hinterzimmer darüber, daß wir auch hier in Deutschland das amerikanische Gesundheitssystem bekommen sollen!

Ich weiß ja nicht wie es bei euch ist, ich jedenfalls kenne die Verhältnisse dort durch Verwandte und Bekannte, die in den USA leben. Glaubt mir, das wollt ihr bestimmt nicht. Sehr viele Menschen können sich dort keinen Besuch beim Arzt leisten, das ist schlicht und ergreifend zu teuer! Die sind froh, wenn sie sich noch ein Dach über dem Kopf und genügend zum Essen für sich und ihre Kinder leisten können, für Medikamente fehlt ihnen einfach das Geld.

Aber wie immer geht es den Politikern aller teilhabenden ReGIERungen nur um Macht und Geld, das eigene Volk ist denen doch vollkommen egal. Das sieht man ja auch beim Mindestlohn, der nun kommen soll. Der ist nur ein schlechter Witz, wenn man mal genauer hinsieht:

Extreme Belastung: Steuern doppelt so stark gestiegen wie die Einkommen

Zitat:

54 Milliarden Euro mehr Lohn- und Einkommensteuer als 2010 wird der Fiskus laut dem Bund der Steuerzahler 2014 einnehmen. Das bedeutete ein Plus von 34 Prozent. Im selben Zeitraum seien Löhne und Gehälter jedoch nur um 16,4 Prozent gestiegen.

Und nun wollen unsere Politiker einen Mindestlohn von 8,50 € (11,55 $) für Arbeitnehmer, da habe ich vor ~8 Jahren selbst als Leiharbeiter mehr (12 €) verdient und das war schon unter Tarif! 8,50 € wäre ausgehend von einer derzeit oft üblichen 35-Stunden-Woche wohl eher für Hartz-IV-Empfänger ausreichend, für einen Arbeiter ist das absolut unwürdig! Hier in Augsburg reicht das nicht einmal für eine Streifenkarte (derzeit 10 €) um zur Arbeit zu kommen, von einem KFZ kann man damit nur träumen.

Und wieder muß ich hier auf Herrn Hanauer zurückgreifen, Zitat:

Am 19. Juni 2013 veröffentlichte Bloomberg einen Artikel den ich schrieb, darin ging es um einen Mindestlohn von 15$ (ca. 11€). Forbes bezeichnete dies als einen Vorschlag vom verrückten Nick. Doch, nur wenige Wochen nachdem es veröffentlicht wurde weckte ein befreundeter Unternehmer im Service Bereich bei Fast Food Mitarbeitern den Gedanken zu einem Streik zu einem 15$ Mindestlohn. Fast ein Jahr später führte die Stadt von Seattle einen Mindestlohn von 15$ ein. Und nur 350 Tage nachdem mein Artikel veröffentlich wurde, unterzeichnete der Bürgermeiste von Seattle, Ed Murray, ein entsprechendes Gesetz. Wie konnte das passieren?

Die geschah, weil wir daran erinnert wurden, dass die Massen die Quelle von Wachstum und Wohlstand sind und nicht wir reichen Jungs hier. Wenn die Arbeiter mehr Geld haben, dann haben die Unternehmen mehr Kunden, und dann brauchen die mehr Mitarbeiter. Wenn die Unternehmen den Arbeitern ein Existenzminimum zahlen statt Armutslöhne, dann müssen die Steuerzahler nicht die Differenz bezahlen. 74% der Wähler in Seattle waren nach einer Umfrage der Ansicht, dass 15$ Mindestlohn eine gute Idee war.

(Man beachte vor allem das von mir in rot Hervorgehobene!)

Das sieht schon anders aus, auch wenn 11 €uro für einen Arbeiter nicht besonders viel sind. Bei 8,50 € würde man mit der obigen 35-Stunden-Woche auf ~1.200 € monatlich kommen, bei den heutigen Mietpreisen bleibt da nicht besonders viel zum Leben übrig! Wenn wir das nun mit den von Herrn Hanauer vorgeschlagenen 11 € berechnen, dann sieht das mit ~1.500 € schon wesentlich besser aus. Die durchschnittliche Miete (alles gerechnet ohne Nebenkosten!) für 2-Zimmer-Wohnung mit 50 m² beträgt hier in Augsburg je nach Wohngegend zwischen 400 € und 600, besondere Ansprüche wie Aufzug oder Balkon darf man dabei allerdings nicht erwarten! Hierbei rechne ich großzügig, ich habe ~42 und bezahle zur Zeit 360 €.

Nun gehe ich hier jedoch von einer alleinstehenden Person aus, für ein Paar mit Kind sieht das Ganze wesentlich schlimmer aus. Da ist solch eine Wohnung eigentlich zu klein, eine entsprechend Größere schlägt jedoch gleich mal mit 1.000 € bis 1.200 € zu Buche. Beim von der ReGIERung vorgeschlagenen Mindestlohn von 8,50 € war es das dann wohl, zu Essen gibt es ja bei der Augsburger Tafel!

Hier sehen wir auch schon den nächsten Fehler dieses Mindestlohnes, denn ich gehe hier von Augsburg aus. In anderen Städten wie z. B. München sind die Mietpreise noch ein Stück weiter oben angesiedelt, so daß man sich eine passende Wohnung gar nicht mehr leisten kann. Wenn man dann auch noch Internet und Telefon haben will, bei einer Familie mit Kind wohl auch ein KFZ, ist dieser Mindestlohn einfach nur eine willkürlich in den Raum geworfene Zahl jenseits jeglicher Realität!

 

Mein Fazit:

Nach nun knapp 4 Stunden schreiben und weiterer Recherche sehe ich es wie Herr Hanauer, aber von der anderen Seite:

Leute, auf geht’s zu den Mistgabeln!

 

Viele Grüße nun aus der Schreibstube von TmoWizard’s Castle zu Augsburg

Y gwir yr erbyn byd!

Mike, TmoWizard Zaubersmilie

CC BY-NC-SA 4.0 Dieses Werk ist lizenziert unter Creative Commons Namensnennung-NichtKommerziell-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 international.

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2 Replies to “#writinghelps: #Hartz-IV, #Steuern, #Gesundheitspolitik, #TiSA, #Mistgabeln, #Mindestlohn und ein weitsichtiger Milliardär”

  1. Irgendwie kommt mir Deine Einleitung bekannt vor. Obwohl ich nicht ganz so viel Traffic auf meinen Blogs habe. Bitte halte durch und beglücke uns weiter mit so interessanten Artikeln wie diesem!
  2. In D werden die Mistgabeln ja erst ausgepackt, wenn Frankreich schon brennt und Italien 1 Jahr Generalstreik hinter sich hat.
    Aber dann machen wir es ordentlich.

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