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(Ein Hinweis: Der Artikel wird nicht sonderlich lang, es ist in diesem Fall nicht notwendig!)

Werte Leserinnen und Leser,

am 1. August hatte etwas völlig sinnfreies ein Jubiläum. Kaum jemand will es wirklich haben, trotzdem wird das LSR nun 2. Jahre alt!  Außer negativen Schlagzeilen hat es bis heute zu nichts getaugt, aber den Verlagen ist das scheißegal. Ein kleines Geburtstagsständchen hierzu gibt es von Telemedicus, von welchem ich mir das folgende kurze Zitat entleihe:

Heute ist es nur noch eines: ein Lehrstück für unsinniges Gesetzgebertum.

Telemedicus führt im Artikel Schritt für Schritt zu durch das “Leben” des LSR, um am Ende zum selben Ergebnis zu kommen wie ich in meinem eigenen oben verlinkten Artikel. Es wurde jedoch etwas vergessen, was auch ich bis jetzt nicht erwähnt habe:

Bericht: Telekom will T-Online an Axel Springer verkaufen

Zitat:

Die Deutsche Telekom will das Unterhaltungsportal T-Online abstoßen, berichtet die Wirtschaftswoche. Es würden bereits Gespräche mit dem Medienkonzern Axel Springer laufen. T-Online ist mit 374 Millionen Besuchern das erfolgreichste Portal in Deutschland.

[…]

T-Online ist nach Informationen des Blattes mit derzeit rund 374 Millionen Besuchern pro Monat Deutschlands mit Abstand meistbesuchtes Nachrichten- und Unterhaltungsportal im Internet.

Der Springer-Verlag dementiert das Ganze zwar seit ein paar Wochen, aber irgendwie doch nicht so richtig. Zitat:

“Eine Übernahme von T-Online ist sehr unwahrscheinlich”, sagt Döpfner.

“Unwahrscheinlich” ist wie bekannt noch lange kein “NEIN”, wenn man Konzernchef beim Springer-Verlag ist. Er hat sich da also eine Hintertür aufgelassen, welche es zu beachten gilt! Zu beachten ist auch, daß der Springerverlag durch einen Kauf von T-Online einen gehörigen Vorteil ziehen würde. Hierzu zitiere ich noch einmal die obige Passage:

T-Online ist nach Informationen des Blattes mit derzeit rund 374 Millionen Besuchern pro Monat Deutschlands mit Abstand meistbesuchtes Nachrichten- und Unterhaltungsportal im Internet.

Unterhaltungs- und Nachrichtenportal?

Springer-Verlag?

..

Google?

.

LSR?

Herr Döpfner, wollen sie uns verarschen?

Als Teil ihres Verlages

  1. würden Sie dort natürlich ihre eigenen Nachrichten/News verbreiten,
  2. als Eigentümer bzw. Verleger der News auf T-Online wären Sie vom LSR nicht betroffen und könnten
  3. dadurch Google News einen ziemlich Tritt in den Allerwertesten verpassen!

Sie wollen mir doch nicht ernsthaft erzählen, daß ausgerechnet SIE daran kein Interesse haben? T-Online hat sie wegen dem LSR aus den Suchergebnissen geworfen, daß wäre dann in dem Fall ja wohl hinfällig. Ja, sie wollen uns wirklich verarschen!

 

Der Sinn des LSR!

Aus dieser Sicht ergibt das LSR plötzlich auch einen Sinn, denn alle anderen müßten sich ja an das LSR halten. Gleichzeitig hätte der Springer-Verlag hier in Deutschland das meistbesuchte Nachrichtenportal, Google News wäre damit praktisch irrelevant! Hier frage ich mich nun, ob T-Online eventuell inoffiziell nicht schon länger zum Verkauf stand und der Springer-Verlag davon wußte. Immerhin waren das diejenigen, die am heftigsten für das LSR gekämpft haben. Man hätte damit nicht nur Google ein heftigen Kinnhaken verpaßt, sondern gleich noch allen anderen Nachrichtenportalen!

Andererseits hätten sie da einen großen Nachteil (oder ist es ein Vorteil), denn sie müßten ja anderen Verlagen bei einer entsprechenden Listung auf T-Online entsprechend dem LSR einen Obolus zahlen. Hier sehen wir dann auch schon das Dilemma bei der Geschichte, denn das wäre ja ein Wettbewerbsvorteil gegenüber den anderen Verlagen!

 

Mein Fazit:

Es würde die Möglichkeit bestehen, daß der Springer-Verlag das Unterhaltungs- und Nachrichtenportal T-Online kauft. Dabei würden folgende Vor- und Nachteile entstehen:

Vorteile:

  • Als Eigentümer von T-Online wären sie nicht an das LSR gebunden
  • Der größte Konkurrent zu Google News in Deutschland würde zum eigenen Konzern gehören
  • Die Konkurrenz unter den Verlagen und Nachrichtenportalen wäre angeschmiert und abserviert, außer
  • die anderen Verlage halten sich an das LSR und zahlen fleißig

Nachteil:

  • Wettbewerbsvorteil: Da könnte eventuell das Kartellamt oder so einschreiten!

Etwas besseres wie die Übernahme von T-Online könnte dem Springer-Verlag gar nicht passieren, eine Klage könnte es höchstens wegen unlauterem Wettbewerb geben.

 

Nachdenkliche Grüße aus der Schreibstube von TmoWizard’s Castle zu Augsburg Schreibersmilie

Y gwir yn erbyn Y byd!

Mike, TmoWizard Zaubersmilie

CC BY-NC-SA 4.0 Dieses Werk ist lizenziert unter Creative Commons Namensnennung-NichtKommerziell-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 international.

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5 Replies to “#Springer-Verlag und #T-Online: Ergibt das #LSR nach 2 Jahren plötzlich einen Sinn?”

  1. Sehr dreiste Nummer. Mal gespannt ob sie damit durchkommen und ob es kartellrechtliche Konsequenzen haben wird.
    Springer ist halt auch nichts zu doof.
  2. Ich les einigermaßen regelmäßig auf bildblog mit und was die sich vor allem mit der Bild teilweise erlauben, ist echt unerträglich. Springer ist für mich deswegen ein schwarzes Tuch.
    1. Hallo Sabine,

      willkommen auf meinem Blog!

      Sorry, aber deinen Link habe ich entfernt und deinen Namen entsprechend geändert. Es gibt dort keine Sabine, folglich ist solch ein Kommentar eigentlich Spam und wird meistens von mir als solcher behandelt!

      Wenn Du keine eigene Website hast, dann laß gefälligst das entsprechende Feld leer!

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