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Liebe Leserinnen und Leser,

es gibt tatsächlich mal wieder einen längeren Artikel von mir! Ich muß sage, daß ich derzeit ziemlich sauer bin! Motzrotsmilie Grund dafür ist ein Artikel auf XING, auf den ich dank folgendem Beitrag von Cashy, Sascha und André gestoßen bin:

Unsere Meinung zu: „Haltet die Kinder bis zum 12. Lebensjahr von Computern fern!“

 

Ich möchte mich hier den drei erwähnten Autoren anschließen, die über >diesen Artikel hier< ein Urteil gefällt haben. Ich fange damit an, daß ich es den Dreien nachmache:

Ich, Michael Speier, bin 50 Jahre alt!

In meinen ersten Lebensjahren bin ich tatsächlich ohne Telefon, Fernseher und natürlich auch ohne Internet aufgewachsen. Das Internet gab es noch gar nicht, Telefon und Fernsehen haben sich einfache Leute wie meine Eltern noch nicht leisten können. Zur Information las man damals Zeitung oder hörte Radio, wobei Letzteres für mich auch heute noch gilt. Ohne die „Rock Antenne“ bin ich nicht glücklich, die läuft hier praktisch rund um die Uhr!

Zur Unterhaltung gab es Spiele oder eben Bücher, welche aber zwangsweise niemals aktuell sein konnten. Wie üblich sind Informationen auf Papier immer schon beim Druck veraltet und wenn sie dann beim endgültigen Empfänger angekommen sind, dann erwiesen sich viele bereits als überholt. Der erste Computer in unserem Haushalt war ein Atari 800XL, wobei das Datum dort in der Wikipedia einfach nicht stimmen kann!

1983? Da war ich 17 Jahre alt und hatte bereits meine erste eigene Wohnung, den 800XL hatten wir zu der Zeit allerdings schon! Der kam nämlich als Antwort auf den C64, welcher im Januar 1982 erschien. Immerhin hat an der Kiste zwischendurch auch unsere Mutter gespielt, das war garantiert nicht in meiner Bude!

 

Widersprüche!

Doch kommen wir zum eigentlichen Thema zurück und hier bemerke ich, warum das Internet für viele unserer Politiker #Neuland ist. Ich zitiere einmal den ersten Absatz des Herrn Kullak-Ublick:

Nur wer versteht, wie die Technik funktioniert, die man im alltäglichen Leben nutzt, der ist ein wacher Zeitgenosse. Das wusste Rudolf Steiner schon 1919, als er forderte, dass die Schüler erst dann die Waldorfschule verlassen dürften, wenn sie die Funktionsweise der elektrischen Straßenbahn wenigstens in ihren Grundzügen verstanden hätten. Was früher die Straßenbahn oder der Telegraf war, ist heute der Computer oder das Smartphone.

und hier den letzten Absatz:

Kinder, die bis zum Alter von etwa zwölf Jahren auf elektronische Medien verzichten, verpassen überhaupt nichts Substanzielles, vorausgesetzt, sie können wirklich wesentliche Erfahrungen machen, also über ihre Kreativität, ihre Sinneserlebnisse und vielfältige Begegnungen mit der „analogen“ Welt lernen, sich ihr mit Interesse und Neugier zuzuwenden.

Erkennt ihr auch denn Widerspruch innerhalb der beiden Absätze? Wie soll ich etwas richtig verstehen, wenn es mir nicht beigebracht wird? Warum nur kommen ob jung oder alt die Leute aus meinem Bekanntenkreis zu mir, wenn sie mal Probleme mit dem Computer haben?

Natürlich aus dem Grund, weil sie es nie gelernt haben oder eben nur oberflächlich und zu kurz! Genau das ist doch eines der Probleme, warum es z. B. die Ersteller von Phishing-Mails so leicht haben. Die Leute werden nicht darauf geschult und erkennen dadurch auch die Gefahr nicht, in die sie sich mit dem Zugriff auf das Internet begeben! Je jünger der Mensch ist, desto besser kann man ihm die entsprechenden Gefahren auch beibringen.

 

#Neuland!

Es ist wissenschaftlich inzwischen erwiesen, daß man in jungen Jahren wesentlich leichter lernt wie im Alter. Das gilt natürlich auch in Bezug auf Computer, dessen sollte man sich immer bewußt sein. Es ist ja auch entsprechend bekannt, daß hauptsächlich ältere Menschen auf solche Betrugsmails hereinfallen. Das hat seinen guten Grund, denn ihnen wurde der richtige Umgang mit der Materie einfach nicht richtig beigebracht!

Es sollte also eher so sein, daß man den richtigen Umgang mit dem Computer so früh wie möglich erlernt.

 

Mein Fazit:

Der Umgang mit dem Computer mag für manche Menschen ungewohnt sein, schwer ist es aber nicht. Man muß nur früh genug in die Materie einsteigen, vor allem im Bezug auf die Sicherheit des eigenen Systems. Ich sehe in meinem Umfeld sehr gut, wie schwer gerade älteren Leuten das Erlernen von etwas neuem fällt. Das gilt übrigens auch für mich, da man eigentlich sein ganzes Leben immer wieder etwas neues erlernen muß.

Die Forderung des Herrn Kullak-Ublick finde ich völlig abwegig, Kinder erst ab 12 Jahre an einen Computer zu lassen. Gerade mit den aktuellen Meldungen über Locky (hierzu ist ein weiterer Artikel in Arbeit) und anderes Ungeziefer sollte jedem klar machen, daß gerade die Unwissenheit an der ganzen Misere schuld ist!

 

Viele Grüße nun aus TmoWizard’s Castle zu Augsburg

Y gwir yn erbyn Y byd!

Mike, TmoWizard Zaubersmilie

CC BY-NC-SA 4.0 #Neuland: Kein Computer für Kinder unter 12 Jahren? von TmoWizard ist lizenziert unter Creative Commons Namensnennung-NichtKommerziell-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 international.

Über TmoWizard

Ich blogge hier aus Spaß am Schreiben über verschiedene Themen, wobei es auf meinem Castle kein Hauptthema gibt. Es kommt immer darauf an, was denn so gerade Sache ist. Nebenbei läuft hier die Rockantenne dazu, denn bekanntlich geht ja mit Musik alles besser! ;-) Ansonsten lese ich gerne irgendwelche Romane, wobei hier neben Fantasy und Horror auch Science-Fiction, Krimis und Western nicht fehlen dürfen! Ach ja: Trotz meinem Alter lese ich immer wieder Asterix, wobei mir leider ein Album fehlt. Alles weiter über mich kann man hier im Internet finden ... naja, zumindest ein bißchen was. Ein Magier wird niemals alle seine Geheimnisse preisgeben, geht ja mal gar nicht! :-D

1 Kommentar zum Artikel

  • Sylvi (41 Kommentare) sagt:
    Hej Mike,

    genau so! Ich persönlich habe mich – zumindest privat – erst recht spät… so mit Ende 30 intensiv mit dem Internet, PC usw. beschäftigt. Klar beruflich war ich schon früher damit konfrontiert und hatte in der Berufsschule sogar die Computersprache Pascal gelernt. Weiß aber nicht, was ich damit heute noch anfangen soll.
    Aber beruflich war ich nur Anwender – mehr nicht.
    Privat habe ich mir also vor 11 Jahren mein erstes Notebook zugelegt und mich da richtig reingefuchst, drei Mal mein Laptop formatiert, es zwischenzeitlich am liebsten aus dem Fenster geschmissen und wieder von vorne angefangen.
    Davor habe ich allerhöchstens mal an dem PC meines Ex-Freundes gespielt. Da musste man noch über eine Dos-Oberfläche Befehle eingeben.

    Ich glaube, ich habe in 10 Jahren gelernt, wofür ich lieber 20 Jahre Zeit gehabt hätte. Ehrgeiz eben. Desto mehr ärgert es mich, wenn es da Leute gibt, die ohne sich mal selber Gedanken über Lösungswege zu machen, Fragen in Foren, auf Blogs, in Facebook-Gruppen oder unter Youtube-Videos stellen und dann noch frech werden, wenn nicht stantepede eine ultimative Lösung für ihr Problem parat steht.

    Erschreckend finde ich, dass ich leider in meinem näheren (familiären) Umfeld feststellen muss, dass von der heutigen Twenty-Generation Smartphone & Co. nur dazu genutzt wird, Selfies bei Instagram oder Facebook zu posten. Aber wirklich ernsthaft setzen diese sich mit Internet, Computer und vor allem den Gefahren, die damit verbunden sind, nicht auseinander.
    Meine Meinung dazu ist, dass schon Kinder im Grundschulalter in Sachen „Computer“ und „Sicherheit im Internet“ regelrecht gedrillt werden müssen.

    Lieben Gruß
    Sylvi

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