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Liebe Leserinnen und Leser,

heute möchte ich mal ein ganz interessantes Thema ansprechen! Dazu habe ich etwas länger nach einer passenden Überschrift gesucht, aber nun habe ich doch eine gefunden:

Browserweichen, der Sondermüll des Internet!

Am Titel und an der Überschrift seht ihr schon, was ich von browser sniffing halte, nämlich absolut gar nichts! Wer wie ich schon seit den Anfängen dabei war kann sich vielleicht noch daran erinnern, wie damals Netscape und Microsoft mit verschiedenen „Standards“ das Netz zu erobern versuchten. Da gab es dann auf den Websites immer so nette Buttons wie diesen hier:

Best view with any BrowserDort stand dann statt „Any Browser“ eben „Netscape Navigator“ oder eben „Internet Explorer“, je nach Vorliebe des Erbauers der Website. Bekannt wurde das unter Anderem als Browserkrieg und wir wissen ja alle, das Netscape am Ende verloren hat. Ein ähnliches Chaos gab es dann wieder, als das neue Format HTML5 heraus kam. Damals haben auch alle Browserhersteller mitsprechen wollen und ihr eigenes Süppchen gekocht, so daß viele Websites selbst heute noch mit bestimmten Browsern nicht vernünftig funktionieren!

Daß es anders geht sieht man hier an meinem Castle oder eben an meiner normalen Website, welche beide auf solch einen Unfug verzichten. Wenn man sich nämlich wie ich wirklich an den Standard hält, dann sind solche Browserweichen nicht gar notwendig! Weiterhin gibt es mit diesen Teilen ein großes Problem, auf welches ich in diesem Artikel nun näher eingehen werde.

 

Ihr Browser ist veraltet!

Bestimmt ist euch folgendes auch schon passiert:

Ihr kommt mit eurem aktuellen Browser, z. B. SeaMonkey 2.40 (Gecko 43) oder gar wie ich mit einer Beta (SeaMonkey 2.43, Gecko 46), auf eine Website und dort wird behauptet, daß euer Browser veraltet ist!

Das liegt dann schlicht an der Tatsache, daß der Entwickler der entsprechenden Website ein absoluter Vollidiot ist und am besten die Finger von der Tastatur lassen sollte! Das absolut krasseste Beispiel dafür, wie man es nicht machen sollte ist die Seite „Wie ist meine aktuelle IP-Adresse?“:

Wie ist meine IP-Adresse?
Eindeutig falsch!

Äh… wasislos? SeaMonkey 2.4? Auflösung 1200 x 750 Pixel? Fälscher geht es mal gar nicht, das ist wirklich absoluter Bullshit! Hier mal mein richtiger User Agent:

Mozilla/5.0 (X11; Linux x86_64; rv:46.0) Gecko/20100101 SeaMonkey/2.43 Lightning/4.8

Außerdem habe ich hier eine Auflösung von 1440 x 900, dieser Test taugt also zumindest hierfür mal gar nichts und ist ein Beispiel dafür, warum man wie ich keine Browserweichen auf seinen Websites einsetzen sollte! Der IP-Test selbst ist jedoch in Ordnung, da kann man wirklich nicht meckern und hier sind wir auch schon beim zweiten Teil des Artikels:

 

Sinnfreie IP-Tests!

Wie gerade erwähnt ist der IP-Test der oben verlinkten Seite absolut in Ordnung. Er zeigt nicht nur die richtige IP an, die ich derzeit von meinem Provider habe. Er zeigt auch zusätzlich, daß ich mit einem lokalen Proxy (HAVP) und der IP 127.0.0.1 unterwegs bin! Das kann nicht jeder dieser Tests, wie ich euch wieder mit einem absolut krassen Beispiel zeige. Diesmal ist es die Seite „Wie ist meine IP“, davon der IPv6-Test:

Keine IP-Adresse!
Isch ‚abe gar keine IP-Adresse!

Ja ne, alles klar! Ich bin zwar im Internet, aber eine IP-Adresse habe ich nicht. Braucht man sowas denn unbedingt? Lachersmilie Was will uns diese Seite denn nur vermitteln? Zuerst dachte ich ja, daß es an meinem SeaMonkey liegt oder eben an meinem Proxy. Also hab ich daß mit all meinen installierten Browsern mit und ohne Proxy versucht, es kam überall das selbe Ergebnis heraus!

 

Mein Fazit:

Anhand zweier Beispiele hab ich euch hier gezeigt, warum man von Browserweichen und IP-Test die Finger lassen sollte. Beide taugen in den meisten Fällen absolut gar nichts, Browserweichen können sogar die Besucher auf euren Websites vergraulen und das will nun wirklich keiner von uns! Wenn ihr also selbst eine Website oder einen Blog habt dann achtet einfach darauf, daß ihr euch an die gegebenen Standards haltet. Browserweichen sind nicht notwendig und können sogar ein völlig falsches Ergebnis liefern, wie z. B. der obige Test mit SeaMonkey 2.4 zeigt! Der wäre dann auch wirklich sehr veraltet, denn SeaMonkey 2.4 ist vom September 2011!

Eigentlich wollte ich euch noch einen weiteren IP-Test zeigen, aber der Dienst ist nicht mehr verfügbar und die Domain steht zum Verkauf. Dort wurde einfach nur die IP meines Proxy angezeigt, also die lokale IP 127.0.0.1! Ich denke aber mal, daß die gezeigten Beispiele ausreichen, damit ihr wie ich auf euren eigenen Sites auf solch einen Unfug verzichtet. Falsch integriert können sich diese Teile negativ auf eure Besucherzahlen auswirken, laßt also einfach die Finger davon!

 

Zum Abschluß noch folgende traurige Meldung:

Er gehörte zwar nicht zu meinen Lieblingen, aber der Sänger Prince ist gestern früh im Alter von nur 57 Jahren verstorben! Die Welt hat damit einen weiteren genialen Künstler verloren, welcher die Musikwelt wie kaum ein anderer geprägt hat.

R.I.P. Prince, wir werden dich vermissen!

 

Viele Grüße nun aus TmoWizard’s Castle zu Augsburg

Y gwir yn erbyn Y byd!

Mike, TmoWizard Zaubersmilie

Dieses Werk ist lizenziert unter Creative Commons Namensnennung-NichtKommerziell-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 international.

Computer/Internet, Die SeaMonkey Suite

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